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EnWave – Getrocknet hält einfach länger

EnWave / WKN: A0J MA0 / CA:ENW

Die „fetten“ Jahre sind vorbei. Ernährten sich die Menschen früher von Hackbraten, Saumagen und Weißwurst, kommt heute immer öfters kalorien- und fettarmes Essen auf den Tisch. Im Mittelpunkt steht dabei das Müsli, das es heute in nahezu alle „Formen und Farben“ gibt. Besonders beliebt ist Müsli, das mit Trockenobst angereichert ist. Beeren, Äpfel-, Birnen- und Bananenstückchen werden schon beim Müsliproduzenten den Haferflocken beigemischt und müssen vom Verbraucher nur noch mit Milch aufgegossen werden.

Dabei ist die Herstellung von Trockenobst eine uralte „Wissenschaft“, im industriellen Maßstab allerdings nicht frei von Schwierigkeiten. Denn beim Trocknungsvorgang, bei der Dehydrierung, gehen gerne schon mal ein paar Vitamine verloren. Das getrocknete Obst sieht dann vielleicht noch gesund aus, ist es aber nicht mehr. Das betrifft insbesondere das Vitamin C, das sehr hitzelabil ist. Zudem ist das Trocknen mit einem hohen Energieaufwand verbunden. Spezielle Trocknungsanlagen entziehen durch Erhitzung oder Abkühlung, dem so genannten Gefriertrocknen, den Früchten langsam ihr Wasser. Die traditionelle Trocknungsmethode, das Auslegen der Früchte in der Sonne, ist im großen Maßstab nicht praktikabel.

REV – sparsamer, schneller und schonender

Einen neuen Ansatz zur Herstellung von Trockenobst hat Enwave entwickelt. In Zusammenarbeit mit der University of British Columbia hat die kanadische Gesellschaft eine Dehydrierungstechnologie, das Radiant-Energy-Vacuum-Verfahren (REV-Verfahren), konzipiert, das energiesparend und schnell arbeitet und die Früchte schonen behandelt. Diese werden nämlich in einem Vakuum mit Mikrowellen bestrahlt. Ein Großversuch, in dem das REV-Verfahren zeigen soll, wie gut es arbeitet, läuft seit einigen Wochen. Auf dem landwirtschaftlichen Betrieb von Riverbend Plantation wurde eine Dehydrierungsanlage zur Trocknung von Saskatoon-Beeren aufgestellt. Die Anlage soll Proben getrockneter Beeren für den Vertrieb auf nordamerikanischen und europäischen Märkten produzieren. Das Projekt wird von der Universität von Saskatchewan betreut. Wenn die Anlage zur Zufriedenheit von Riverbend Plantation arbeitet, hat die Gesellschaft die Option, sie für den Fließbandbetrieb zu kaufen.

 

Doch Riverbend Plantation ist nicht der erste „Versuchskandidat“. Eine weitere Dehydrierungsanlage wurde bei CAL-SAN Enterprises installiert. Der Hersteller von Blaubeeren wird voraussichtlich schon im dritten Quartal 2008 die Ergebnisse aus den Tests mit dem REV-Verfahren mitteilen.

Einsatz für die Medizin

Doch das REV-Verfahren kann noch mehr. Man kann mit dieser Technologie nämlich auch medizinische Präparate „eintrocknen“ und so extrem lange haltbar machen. In Kooperation mit der Pharmagesellschaft Aridis Pharmaceuticals testet Enwave die Anwendung des REV-Verfahrens zur Trocknung von Impfstoffen zur Behandlung von Anthrax, Durchfallerkrankungen ausgelöst durch das Rotavirus und Bakterienruhr verursacht durch Shigellen. Zudem soll das Verfahren helfen, Antikörper zu trocknen, die man für die Behandlung von Lungeninfektionen bei Patienten mit zystischer Fibrose benötigt, die durch das Bakterium Pseudomonas aeruginosa ausgelöst wurden. Die Versuche laufen seit Ende 2007 und sollen im zweiten Quartal 2009 abgeschlossen sein. Zwischenergebnisse werden laufend veröffentlicht.

Ein weiterer Anwendungsbereich eröffnet sich für das REV-Verfahren bei probiotischen Produkten und Enzymen.

 

Dreimal REV – ein Produkt

Entsprechend dieser drei Anwendungen, Trocknung von Lebensmitteln, Trocknung von medizinischen Präparaten und Trocknung von probiotischen Produkten und Enzymen, vermarktet Enwave das REV-Verfahren unter den drei Brandnamen „nutraREV“, „bioREV“ und „powderREV“. Die dahinter steckende Technologie ist aber immer die gleiche, auch wenn die Anlagen ihren Anforderungen entsprechend unterschiedlich aufgebaut sein können.

Besuchen Sie EnWave im Internet:

www.enwave.net (auf englisch)

www.enwave.eu (auf deutsch)


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