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Aktien

Moly-Aktien – Shooting-Stars 2008?

Kommt sie nun oder kommt sie nicht, die Rezession? Schien im März die Gefahr eines deutlichen Wirtschaftsabschwungs noch gebannt zu sein, so hat die jüngste Rede von US-Notenbankchef Ben Bernanke vor dem Wirtschaftsausschuss des US-Kongresses am 2. April wieder für Unruhe an der Börse gesorgt. Bernanke sagte, dass er ein Abrutschen der US-Wirtschaft in eine Rezession nicht mehr ausschließen könne. Wahrscheinlich werde es im ersten Halbjahr kaum Wachstum geben, möglicherweise sogar ein leichtes Schrumpfen, so der Notenbanker. Und dann fügte er noch hinzu: Eine Rezession sei jedoch noch nicht ausgemachte Sache.

Vor allem nicht an der Börse. Denn dort hat man sich anscheinend schon „gegen“ eine Rezession entschieden, wie ein Blick auf den Chart von Wal-Mart zeigt.

Die Aktien von Wal-Mart sind nämlich vor wenigen Tagen aus einer dreijährigen Seitwärtsbewegung nach oben ausgebrochen. Und das unter hohen Handelsumsätzen an der Börse. Das ist also nicht nur „irgendein“ Ausbruch. Nein! Das ist DER Ausbruch, mit dem die Börsianer sich gegen eine Rezession entschieden haben. Sie zeigen damit, dass sie eben nicht an einen nachhaltigen Wirtschaftsabschwung in den USA, unter dem ja Wal-Markt als die große Einzelhandelskette leiden müsste, glauben. Schließen wir uns doch diesem „heimlichen“ Votum der Börsianer an und vergessen bis auf weiteres die Rezession, auch wenn uns in den Medien immer wieder das Gegenteil erzählt wird.

Nun noch ein kurzer Blick auf einige Aktien, die wir Ihnen in den vergangenen Ausgaben ans Herz gelegt haben.

Sunpower – Kursgewinn von 50 Prozent in zwei Wochen!!!

Die Aktien von Sunpower hatten wir so ziemlich im Tiefpunkt am 24. März besprochen. Schauen Sie sich bitte auf www.trendaktien.com unter dem Newsletter-Archiv (rechte Spalte) diesen Brief an. Wir brauchen hier nichts schön zu reden, der Erfolg reicht uns. Seit unserer Vorstellung ein Plus von 50 Prozent, und das innerhalb von zwei Wochen.

Nicht ganz so spektakulären Erfolg hatten wir bei Verizon. Das Papier konnte von 36 Dollar auf aktuell 37,30 Dollar zulegen. Bei Apple ging es von 135 Dollar auf immerhin auf 153 Dollar.

Gold, Euro – warten Sie auf klarere Signale

Richtig lagen wir auch mit unserer Einschätzung bei Gold und beim Dollar. Beide sind zwischenzeitlich stärker eingebrochen, konnten sich zum Schluss aber wieder berappeln. Unsere These war ja, dass der Goldpreis bis 850 Dollar korrigieren wird. Derzeit ist schwer einzuschätzen, ob diese Theorie erfüllt wird. Im Moment sieht alles danach aus, dass es beim Gold auch kurzfristig wieder nach oben gehen wird. Aber irgendwie trauen wir dem Frieden nicht. Dazu sieht der Goldchart (den Euro-Chart kann man eins zu eins darüber legen) einfach zu gut aus. In der Vergangenheit war das oft ein Kontraindikator.

Ein Blick auf den HUI, den Amex Gold Bugs Index, den man anstelle des Goldcharts analysieren kann, soll die aktuelle Situation am Goldmarkt zeigen.

Der HUI konnte seinen kurzfristigen Aufwärtstrend halten und steckt nun in einer leicht abwärts gerichteten Konsolidierungsformation, die in beide Richtungen, nach oben oder nach unten, aufgelöst werden kann. Also fassen wir zusammen: Noch ist es zu früh, um nun wieder auf Goldaktien, den Goldpreis oder einen steigenden Euro zu setzen. Warten wir hier noch einige Tage ab.

Moly Mines – aus und vorbei???

„Voll daneben“ lagen wir bisher mit unserer Einschätzung bei Moly Mines. Die Aktien dieser Molybdängesellschaft fallen, fallen und fallen. Also alles verkaufen? Ja und Nein. Kurzfristig sieht es wirklich nicht gut aus. Man hat sich bei Moly Mines voll aufs Verkaufen eingeschossen. Jeder gute Handelstag wird von Anlegern dazu benutzt, ihre Positionen an Moly Mines zu verringern. So kann es natürlich nicht nach oben gehen. Aber man sollte wissen, dass die langfristige Story stimmt.

Molybdän – Shooting-Star 2008???

Sie erinnern sich noch an die Moly-Story? Große Mengen an Molybdän werden in der Eisenverarbeitung eingesetzt. Molybdän wird nämlich zur Härtung von Stahl benötigt. Und die Stahlbranche boomt, was man an der Entwicklung des Eisenerzpreises, Eisenerz ist Ausgangsstoff für die Herstellung von Stahl, gut ablesen kann. So haben sich erst vor wenigen Wochen die Stahlkonzerne Nippon Steel und JFE aus Japan sowie die südkoreanische Posco bereit erklärt, ihrem Eisenerzlieferanten, dem brasilianischen Minenbetreiber Vale, statt wie bisher 47,81 Dollar je Tonne zukünftig 78,90 Dollar zu zahlen. Das entspricht einem Preisaufschlag von satten 65 Prozent. Damit gehört Eisenerz zu den derzeit begehrtesten Rohstoffen.
Wenn die Eisenverarbeitung boomt, dann kann man auch davon ausgehen, dass mehr Molybdän benötigt wird. Und das trifft umso mehr in einer Zeit zu, in der zahlreiche neue Gas- und Ölpipelines verlegt werden müssen. Der Molybdänstahl findet nämlich auch bei der Herstellung von Öl- und Gaspipelines, die einer extremen Beanspruchung unterliegen, seine Verwendung. Schätzungen gehen davon aus, dass in den kommenden Jahren weltweit über 100.000 Kilometer neue Pipelines benötigt werden. Viele dieser Röhren werden Molybdän enthalten.
Ein Blick auf die nachstehende Grafik verdeutlicht diesen Zusammenhang. Steigt die Produktion von austenitischem Stahl (das ist ein besonders warmfester, hitze- und korrosionsbeständiger Stahl), so zieht auch die Nachfrage nach Molybdän an.

Und nun noch ein Blick auf die internationalen Lagerbestände an Molybdän. Dieser wird Sie sicher restlos vom Potenzial des Molybdänpreises in den kommenden Monaten überzeugen. Denn die Lagerbestände sind auf einem absoluten Tiefstand. Sie reichen gerade einmal noch für 2,5 Monate, dann sind die Vorräte aufgebraucht. Es muss also schnellstens neues Molybdän produziert werden, damit die Eisenverarbeiter nicht bald auf dem „Trockenen“ sitzen.

Unsere Moly-Aktien Moly Mines, Sprott Molybdenum Participation und Max Resource bleiben damit extrem aussichtsreich, auch wenn sie bisher unseren Erwartungen hinterherhinken. Dass die Branche aber läuft bzw. nun ins Laufen kommt (und auch hoffentlich bald unsere Moly-Aktien „bewegen“ wird) zeigt ein Blick auf die großen Moly-Produzenten, nämlich General Moly und China Moly.

General Moly

General Moly könnte nun bis rund zwölf Dollar laufen, dort kurz „anhalten“ und dann ein „fettes“ Kaufsignal liefern, wenn der eingezeichnete Widerstand überwunden wird.

China Moly

China Moly steht unmittelbar davor, seinen Abwärtstrend zu verlassen.

Fazit: Beobachten Sie die Moly-Branche nun ganz genau. Sie könnte 2008 noch zu den großen Shooting-Stars an der Börse gehören.


Und nun wünschen wir Ihnen eine erfolgreiche Handelswoche!

Ihr Olaf Hordenbach

Quelle Grafiken: Bigcharts.com, Sprott Molybdenum Participation, Scotia Capital, Jennings Capital

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