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Gold steigt - der wahre Grund
Mit einem rasanten Aufwärtsschub hat der Goldpreis Anfang November eine kleine Sensation geschafft. Obwohl viele charttechnische Indikatoren zuletzt eine überkaufte Situation angezeigt und auch private Investoren kaum noch neues Geld in Gold bzw. Goldfonds investiert hatten, legte der Preis für das Edelmetall am 3. November von 1.060 US-Dollar innerhalb kürzester Zeit auf 1.090 US-Dollar zu. Und auch heute kann der Goldpreis neue Allzeithochs erklimmen. Ursprünglicher Auslöser dieser Rallye dürfte eine Meldung aus Indien gewesen sein. Indien kauft nämlich vom Internationalen Währungsfonds (IWF) 200 Tonnen Gold zu Marktpreisen. Die Meldung wird deshalb vom Markt so positiv aufgenommen, weil sie zeigt, dass die Notenbanken einiger Emerging Markets auch zu den aktuellen Preiskonditionen ihre Edelmetallvorräte aufstocken. Entsprechende Absichten dürfte zum Beispiel auch die chinesische Zentralbank haben, die bemüht ist, ihre Devisenreserven in Höhe von zwei Billionen US-Dollar zu diversifizieren. Außerdem ist mit dem Kauf des Goldes durch Indien die Hälfte der Goldreserven, die der IWF zur Liquiditätsbeschaffung abstoßen will, schon sicher untergebracht. Als der IWF seine Verkaufsabsichten vor einigen Monaten konkretisiert hatte, befürchtete man noch einen Preissturz beim Gold. Doch diese Befürchtung hat sich nun als unnötig erwiesen. Ganz im Gegenteil, die Transaktion zwischen Indien und dem IWF wird durchweg positiv beurteilt.
Bretton Woods - der Siegeszug des US-Dollars
Doch das alles ist nicht der wahre Grund für die Stärke des Goldpreises. Der wahre Grund liegt tiefer, so tief, dass man schon etwas „buddeln“ muss, um ihn zu erkennen. Der Goldpreis steigt, weil die Welt einen Paradigmenwechsel erlebt. Spätestens seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges ist nämlich der US-Dollar die Leitwährung im internationalen Devisengefüge. Ein Umstand, der natürlich von den USA forciert worden ist. Durch das Abkommen von Bretton Woods Mitte der 40er-Jahre wurde der Greenback in den Mittelpunkt gestellt. Er fungiert als Anker, an den die meisten anderen Währungen der westlichen Industrienationen gekoppelt wurden. Das änderte sich auch nicht, als die Goldbindung in den 70er-Jahren aufgehoben wurde. Wir erinnern uns, ursprünglich hatte das Bretton-Woods-System ja eine Garantie für den Wechsel von US-Dollar in Gold gegeben. Jeder Staat, jeder Anleger hätte demnach sein Vermögen zu einem festen Wechselkurs in US-Dollar tauschen und dann in Gold transformieren können.
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In den 70er-Jahren wurde dieses System aufgegeben, weil immer mehr US-Dollarnoten im Umlauf waren. Die USA waren zum Konsumland geworden, zum Motor der Weltwirtschaft. Eine Bindung ihrer Währung an ein knappes Edelmetall erwies sich für das „Wachstum auf Pump“ hinderlich. Also kappte man die Leine und startete die Gelddruckmaschinen. Amerika kaufte, der Rest der Welt, zu diesem Zeitpunkt stieg auch Asien hinzu, hortete den US-Dollar. Doch nun verliert der US-Dollar an Wert, denn die Position der USA als Motor der Weltwirtschaft, als Weltmacht Nummer eins in jeder Hinsicht, wackelt. Den US-Bürgern ist, von Schulden und Arbeitslosigkeit eingeschüchtert, die Lust am Konsum abhanden gekommen. Das ist gegenüber der Situation in den 80er- und 90er-Jahren eine dramatische Kehrtwende. Konnten in den damaligen Zeiten Wirtschaftskrisen durch die Ankurbelung der Kreditvergabe bekämpft werden, fehlt dieses Mittel nun. Zwar unternimmt die Regierung in Washington alles, um einen weiteren kreditgetriebenen Wirtschaftszyklus anzustoßen, doch im Moment fällt das Ergebnis noch recht mager aus.
China fordert eine neue Leitwährung
Da sich dies nun so verhält, fragt man sich in den anderen Ländern, was eigentlich die Devisenreserven, die man über die Jahrzehnte angehäuft hat, überhaupt noch wert sind. Vor allem die Chinesen bekommen Angst. Sie haben sich in den zurückliegenden 20 Jahren im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Elend gekämpft, wie die Irren gearbeitet und geschuftet, und so ein „kleines“ Vermögen angehäuft. Ihre überwiegend in US-Dollar gehaltenen Devisenreserven belaufen sich auf über zwei Billionen US-Dollar. Doch was sind diese zwei Billionen US-Dollar noch wert? In Peking fragt man sich dies ganz laut, so laut, dass wir auch im Westen davon etwas mitbekommen. Die Chinesen wollen neue Sicherheiten für ihr Geld. Am liebsten würden sie ihr Devisenproblem der Weltgemeinschaft aufhalsen. Deshalb auch der Vorschlag aus Peking, eine neue Leitwährung zu etablieren, etwa die Sonderziehungsrechte des IWF. Dann könnten sie ihre US-Dollarreserven einfach in die neue Währung umtauschen. Doch im Westen stießen sie damit bislang auf wenig Gegenliebe. Auch wenn die Finanzkrise in den westlichen Industriestaaten nur nach dem Motto „Verluste werden sozialisiert, Gewinne privatisiert“ gelöst werden konnte, gegenüber den Chinesen möchte man diese Position nicht vertreten, noch nicht. Denn die Chinesen machen Druck. Kann gut sein, dass es eines Tages doch noch eine Lösung in diese Richtung gibt.
Gold - Schützen Sie Ihr Vermögen
Sicher ist aber schon jetzt, dass die Diskussion um die Stellung des US-Dollars als Weltleitwährung erst am Anfang steht. In den kommenden Jahren wird es darüber zu heftigen Auseinandersetzungen auf der Weltbühne kommen. Und China ist nicht das einzige Land, das die bisherigen Machtverhältnisse in Frage stellt. Russland, Lateinamerika und einige arabische Staaten sind ebenfalls mit von der Partie. Und so lange die Diskussion um die Zukunft des US-Dollars anhält, solange es keine Lösung gibt, solange wird der Goldpreis steigen. Denn Gold ist die Versicherung gegen das, was da kommen könnte, um es einmal lax zu formulieren. Dabei ist es nicht nur pure Angst, die das Geschehen bestimmt. Nein, es ist mehr. Es ist eine durchaus vernünftige und sinnvolle Überlegung, die hinter dem Goldpreisanstieg steckt. Gold kann nämlich als Zwischenlösung, als Transformationswährung Vermögen schützen. Da keiner weiß, wie die Devisenwelt von morgen aussehen wird, wird Geld in Gold gebunkert. Und wenn dann eines Tages eine neue Weltleitwährung etabliert ist, wird das in Gold geparkte Vermögen wieder umgeschichtet. Ein Vorgang, der nicht neu ist. In der Weltgeschichte ist er schon zigfach vorgekommen. Im alten Rom, das in Saus und Braus untergegangen ist, war dies ebenso der Fall wie nach dem Zusammenbruch des nationalsozialistischen Deutschlands. Vermögende Anleger haben ihr Geld in Umbruchzeiten schon immer in Gold angelegt, um auf Nummer sicher zu gehen. Nun tun sie dies wieder.
Gold bei 10.000 US-Dollar?
Doch die Welt ist transparenter geworden. In früheren Zeiten haben die meisten Privatanleger von diesen monetären Rettungsaktionen nichts mitbekommen. Während die Reichen ihr Vermögen in Sicherheit brachten und sich so auf die Zukunft vorbereiteten, in der sie dann ihr Vermögen ungeschmälert für neue Aktionen einsetzten konnten, verelendete die Masse. Doch nun sind die Umschichtungen für alle zu erkennen. Dank Internet und Fernseher kann jeder Anleger erfahren, dass der Goldpreis steigt. Und er wird es weiter tun. Wir hatten an dieser Stelle vor einigen Monaten einen Goldpreis von 10.000 US-Dollar ins Gespräch gebracht. Wir wissen nicht, ob diese Marke jemals erreicht oder sogar überschritten wird, wir wissen aber, dass alles möglich ist. Die Welt erlebt einen absoluten Umbruch. Sie stellt sich sozusagen neu auf. Was in 20 oder 30 Jahren sein wird, ist unsicher, aber sicher ist, es wird alles anders sein.
Was tun? Kaufen Sie Minenaktien, vermehren Sie Ihr Geld und legen Sie es dann sukzessive in Gold an.
Welche Minenaktien kann man kaufen? Wir wollen Ihnen an dieser Stelle keine konkreten Kaufempfehlungen aussprechen. Letztendlich kann man jedes Minenunternehmen kaufen, das über eine sichere Projektierung und eine sichere Finanzierung verfügt. Darauf sollte man allerdings schon achten, ansonsten droht gerade in Zeiten knapper Kreditvergabe die Pleite. Max Resource zum Beispiel ist so ein Unternehmen. Agile Manager, die von der Finanzierung genauso viel verstehen wie von der Geologie, gute Projekte und gute News. Das ist der Erfolgsmix, um ihr Kapital zu vermehren und es dann in Gold anzulegen.
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