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Der neue Öko-Trend

Umweltaktien sind wieder „in“. In den letzten Wochen ging es mit den „Öko-Papieren“ steil bergauf. Dies war auch im Zeitraum von Anfang 2004 bis Mitte 2006 schon einmal der Fall. Die Anteilscheine von Solarworld beispielsweise legten damals um rund 5.000 Prozent zu.

Wertvolle, natürliche Ressourcen

Fragt sich, ob man dieses Mal mit einer ähnlichen Entwicklung rechnen kann? Zweifellos ist der Markt für umweltfreundliche Technologien ein absoluter „Megamarkt“. Denn niemand  weiß heute mehr mit absoluter Gewissheit, wie viel Ölreserven noch im Boden liegen, die unsere Wirtschaft „antreiben“ können. Was allerdings jetzt schon absolut sicher ist: Wenn wir nicht im industriellen Smok ersticken wollen, muss sich die Energieversorgung in den kommenden Jahren radikal verändern. Außerdem sicher ist, dass die bis dato frei Haus gelieferten, natürlichen Ressourcen wie sauberes Wasser oder frische Luft immer knapper und deshalb wertvoller werden.

Neue Märkte, neue Unternehmen

Und dadurch erhalten sie etwas, das in der kapitalistischen Marktwirtschaft extrem wichtig ist: einen Preis. Ganz nach dem Motto „Was nichts kostet, ist auch nichts“ ging man mit ihnen bisher äußerst verschwenderisch um. Dies wird sich nun glücklicherweise ändern. Und damit entstehen neue Märkte. Neue Märkte, in denen sich neue Unternehmen tummeln werden.

Trügerisches Bild

Doch man muss aufpassen: Nicht überall, wo „Öko“ draufsteht, ist auch „Öko“ drin. Trauriges Beispiel hierfür ist die Palmölindustrie. In den westlichen Industrieländern wird Palmöl als Beimischung in Biodiesel als „Umweltschutz“ verkauft. Doch die Herstellung von Palmöl führt in Malaysia und Indonesien – 83 Prozent des global gehandelten Palmöls stammen aus diesen Ländern – zu einer raschen Abholzung der Urwälder. Denn diese müssen den Palmölplantagen Platz machen. Insofern wird in spätestens 15 Jahren, so die Prognose einer UN-Studie, auch der letzte freilebende Orang-Utan verschwunden sein. Die Tiere kommen ausschließlich auf den Inseln Sumatra und Borneo vor.

Und deshalb sollte man beim Kauf von „Umwelt-Aktein“ wirklich genau darauf achten, was für ein Papier man sich ins Depot legt. Denn nur auf diese Weise wird man auch vom „Öko-Megamarkt“ profitieren können.

2008 - das Jahr der Wende in den USA?

2008 dürfte das Jahr des „Klimawandels“ werden – und zwar in den USA. Die Einstellung der Amerikaner gegenüber Umwelt- und Klimaschutz könnte sich dank eines Regierungswechsels in Washington radikal verändern. Vor allem dann, wenn Amerika den Umwelt- und Klimaschutz als Thema der „nationalen Sicherheit“ entdeckt. Denn es ist ja gerade die Abhängigkeit der USA von ausländischen Öllieferungen – vor allem aus arabischen Ländern –, die die Weltmacht derzeit verwundbar macht. Eine unabhängige, saubere Energieversorgung böte hier einen guten Ausweg.

Man sollte die Amerikaner diesbezüglich nicht unterschätzen. Gewiss, derzeit sind es gerade die USA, die auf allen Klimaschutzveranstaltungen als „Blockierer“ auffallen. Andererseits versprechen die beiden derzeit aussichtsreichsten demokratischen Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und Barack Obama eine massive Unterstützung alternativer Energiezeugung. So stellt Clinton in ihrem Wahlprogramm die Auflegung eines 10-Jahres-Plans in Aussicht, in dessen Verlauf 150 Milliarden Dollar in „Ökoprogramme“ investiert werden sollen. Und Obama verfolgt das Ziel, bis 2050 den Ausstoß von CO2 um 80 Prozent zu reduzieren.

 

 

 


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